Das Kloster wurde 1084 durch Dietburga und Wernher von Reichersberg gegründet. Sie wählten als Patron den Heiligen Erzengel Michael. Eine Gründungsurkunde besteht für das Stift nicht, es wurde auch in späterer Zeit keine „nachträglich angefertigt“, wie es damals oft geschah. Erste Aufzeichnungen des Stifts beginnen Mitte des 12. Jahrhunderts.
Der einzige Sohn der Stifter namens Gebhard verstarb früh. Er ertrank im Inn bei einen Jagdunfall. Das nun kinderlose Paar wandelte die bisherige Burg Reichersberg in ein Kloster um, was Wernhers Bruder sehr enttäuschte, da dieser auf das Erbe gehofft hatte. Aus diesem Streit heraus war die Existenz des Klosters mehr als einmal vom Scheitern bedroht. Zum Kloster gehörten auch Gebiete außerhalb, zum Beispiel ein Weinberg in Aschbach a. d. Donau und Besitz am Millstättersee.
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